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ASCer auf der Kieler Woche 2011 PDF Drucken
Geschrieben von Jan-Hendrik Bröhan   
Dienstag, 28. Juni 2011

Auch im diesem Jahr haben sich wieder einige ASCer zusammengefunden, um an der größten Segelveranstaltung der Welt teilzunehmen, der Kieler Woche. So waren in der J/24 Klasse die Crews um Jan Kähler (United-5) und Dirk Wulbieter (Vereinsboot Just for Fun) am Start. 
Los ging es für die Just for Fun Crew am Mittwoch morgen, Dirk und Henni trafen sich in Finkenwerder um die J von der Heuer Werft abzuholen, wo sie am Tag zuvor gekrant wurde. Danach hieß es erstmal Unterwasserschiff schrubben und polieren, denn nach 4 Wochen Wasserliegezeit hatte sich doch ein wenig (oder etwas mehr!) Bewuchs am Unterwasserschiff festgesetzt. Die Crew um Jan war schon am Wochenende zuvor nach Kiel aufgebrochen, um sich mit ein wenig Training in Kiel auf die Kieler Woche vorzubereiten.
Nachdem die Just for Fun halbwegs regattaklar hergerichtet war, ging es nach Kiel, um sich im An- und Abreisechoas am Wechseltag zu behaupten. Also hieß es Zeltplatz finden und besetzen, Zelt aufbauen, Boot zu Wasser bringen, Mast stellen und einen Liegeplatz suchen. Alles im allen dauerte diese Prozedur einen halben Tag, von der man sich am Abend bei einen paar (oder auch ein paar mehr) Bier mit alten Freunden ausgiebig erholen musste.
Am nächsten Tag starteten dann die Regatten. Insgesamt waren 35 Boote in unserer Klasse am Start, eine ordentliches Feld in dem sogar der 3-fache J/24 Weltmeister Mauricio Santa Cruz vertreten war. Das Wetter war eher mäßig, immer wieder Schauer mit teils kräftigen Böen machten das Segeln schwierig. So standen am Ende des ersten Wettfahrttages Platz 17 und 18 für die Just for Fun zu Buche. Die United-5 löste die Situation gewohnt deutlich besser: Platz 5 und 11 standen nach dem ersten Wettfahrtstag auf der Ergebnisliste.
Der zweite Tag began für die Just for Fun Crew mit einer Hiobsbotschaft: Unser Vorschiffsmann konnte an diesem Tag nicht mitsegeln. Die Bedingungen waren ähnlich wie am Vortag, mit Böen in Spitzen bis zu 25 Knoten. Das machte die Sache zu viert nicht umbedingt einfacher, da nun mal eben 80 Kg Gewicht auf dem Boot für den Trimm fehlten. So fuhren wir an diesem Tag die Plätze 30, 24 und 19 ein, die United-5 schaffte die Plätze 2, 4 und 5 und hatte somit Tuchfühlung zur Spitze aufgenommen.
Der dritte Tag unterschied sich nur in Nuoncen vom Tag zuvor: Es regnete zwar etwas weniger, aber der Wind war ähnlich stark mit ordentlicher Welle. Kein Just for Fun Wetter, den gerade bei diesen Bedingungen merkt man das Alter des Bootes am deutlichsten, da sie vorne und hinten doch etwas schwerer als die neueren J's ist und somit etwas größere Probleme hat, durch die Welle zu kommen. So kämpften wir uns über die Bahn und segelten Ergebnisse um Platz 20 heraus. Die United-5 fuhr weitere Top-10 Platzierungen ein und konnte sich unter den zehn besten Booten etablieren.
Am vierten Tag dann ein komplett anderes Bild: Es wehte fast kein Wind! So begann der Tag mir einer Startverschiebung. Später kam dann doch noch eine leichte Brise auf und die Boote wurden auf die Bahn geschickt. Draußen waren dann leichte Winde um die 8 Knoten, deutlich bessere Bedingungen für unser Boot! So reichte es dann in der letzten Wettfahrt für Platz 14 (beste Platzierung). In der Endabrechnung lagen wir dann auf Gesamtrang 22, für die United-5 um Jan sprang Platz 7 heraus. Die erfolgreichste ASCerin befand sich allerdings an Bord der Vitesse: Tina Lülfing in der Crew um Manfred König stand kurz vor ihrem ersten Kieler Woche Sieg, führte die Crew doch vor der letzten Wettfahrt die Gesamtwertung an. Leider kamen sie mit den leichten Winden in der letzten Wettfahrt dann nicht ganz so gut zurecht und fielen nach einem fünfzehnten Platz in der letzten Wettfahrt noch auf den dritten Gesamtrang ab. Trotzdem ein hervorragendes Ergebnis! Denn so knapp wie in diesem Jahr war es selten an der Spitze: Den Ersten und Dritten der Gesamtwertung trennten am Ende lediglich zwei (!) Punkte. Der Kieler-Woche Sieg in unserer Klasse ging dieses Jahr nach Schweden an eine Frau: Auf diesem Weg noch einmal herzlichen Glückwunsch Anna Gunnarsson!
 
 
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Regattaobmann

F. Beck
 
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